Korkparkett verlegen (Teil 3 von 6)


Die Verlegung von Korkparkett mit WAKOL D3540

Das Kontaktklebeverfahren für Korkparkett hat sich bei Fachbetrieben durchgesetzt, und in über 25 Jahren bestens bewährt. Bei dieser Klebetechnik wird sowohl auf die Plattenrückseiten, als auch auf den Unterboden ein Kleberfilm aufgebracht. Erst nach vollständiger Trocknung werden die Korkplatten auf die Bodenfläche gelegt und durch Andrücken fixiert.


Die Verlegung ist dabei sehr sauber, da kein feuchter Kleberstoff die Oberfläche verunreinigen kann. Aufgrund der langen Einlegezeit ist die Arbeit auch sehr stressfrei. Die Kleberschicht ist sehr dünn. Deshalb bleiben Höhendifferenzen zwischen den Korkplatten in Grenzen. Der Kleberverbrauch ist sehr gering.

Vorkleben des Korkbodenbelags

Idealerweise verwendet man Korkplatten, die bereits maschinell mit Klebstoff vorbeschichtet sind. Diese Platten werden übereinandergestapelt transportiert und bleiben, aufgrund modifizierter Klebereigenschaften bis zu mehreren Wochen verarbeitungsfähig.

Stehen jedoch keine vorgeklebten Korkplatten zu Verfügung, ist folgerndermaßen vorzugehen:

  1. Die Korkplatten können schon am Tag vor der Verlegung eingeklebt werden. Dabei werden sie zum Bearbeiten stapelweise mit der Dekorseite nach unten auf einen Tisch gelegt. Anschließend wird der Kleber mit einer feinen Velourwalze dünn auf die Korkplattenrückseiten aufgetragen. Dabei ist die Rolle leicht von der Plattenmitte nach außen zu drücken, um Kleberüberstände an den Plattenrändern zu vermeiden.

  2. Die freie Bodenfläche lässt sich nutzen um die Korkplatten zum Trocknen auszulegen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten: Um zu vermeiden, dass Staub und aufsteigende Unterbodenfeuchte auf die Korkplatten einwirken, sollte eine dichte Folie untergelegt werden. Außerdem ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Luftfeuchtigkeit und Temperatur sollten denen entsprechen, die auch im später genutzten Raum anzutreffen sind. Der Grund dieser Maßnahmen ist, dass Kork, ebenso wie Holz, durch Aufnahme von Feuchtigkeit seine Größe verändert. Maßänderungen von 1-2mm pro Platte sind nicht selten. Die Folge wären störende Fugen im verlegten Korkboden, wenn sich die verlegten Platten, bei trockenerer Raumluft wieder zurückbilden.

  3. Nach einer Trockenzeit von ca. 2-3 Stunden können die Korkplatten wieder eingesammelt, und sogar übereinander gestapelt werden. Der Vorgang wird wiederholt, bis alle Platten vorgeklebt sind.

Kleberauftrag auf den Untergrund

Temperaturen von mind. 18, idealerweise 22 Grad sind Voraussetzung für eine gute Trocknung des Klebers. Der Boden sollte sauber gefegt und abgesaugt sein. Zur Staubbindung und Verminderung der Saugfähigkeit ist der Unterboden mit einem Multigrund, z.B. WAKOL D 3040 zu grundieren. Die Trockenzeit sollte danach mindestens 6 Stunden betragen. Neu gespachtelte Untergründe müssen gut getrocknet sein. Eine Grundierung darauf ist nicht unbedingt nötig und hängt auch von der Qualität der Spachtelmasse ab. Bei ARDUR K15, WAKOL Z 615 oder EUROPLAN SUPER kann nach unseren Erfahrungen auf eine Grundierung verzichtet werden.

Zur besseren Trocknung sollte zu Beginn des Kleberauftrages ein Fenster in Kippstellung geöffnet sein. Der Kleber wird nun auf die gesamte, freie Bodenfläche aufgetragen. Nur bei sehr großen Wohnräumen ist eine Einteilung in zwei Abschnitte sinnvoll. Ein überstreichen bereits getrockneter Kleberschichten wirkt sich dabei nicht nachteilig aus.

Korkkleber am Rand mit einem breiten Pinsel auftragen

Der Kleberauftrag beginnt mit einem ca. 5cm breiten Streifen entlang der Ränder unter Verwendung eines breiten Heizkörperpinsels.

Um ein zügiges Bearbeiten der Fläche zu erreichen, wird die Bodenfläche in mehrere, möglichst rechteckige Teilflächen unterteilt. Diese Teilflächen werden mit einer Velourwalze gleichmäßig im Kreuzgang bearbeitet. 

Dabei kippt man den Kleber stellenweise auf den Boden und verteilt ihn mit der Rolle zunächst so, dass die Fläche komplett benetzt ist, um anschließend in einem zweiten Rollengang, senkrecht zur ersten Verteil-Richtung, den überschüssigen Klebestoff aufzunehmen. Die Kleberschicht darf so dünn wie möglich sein, muss aber einen geschlossen Film aufweisen.

Kleberfilm im Gegenlicht

Die Trockenzeit des Klebers beträgt bei normalem, wohnüblichem Raumklima ca. 1-2 Stunden. Der anfangs noch milchig-weiße Kleber trocknet in dieser Zeit zu einem völlig transparenten Film. Die eingezeichnete Anfangslinie wird dann auch wieder sichtbar. Erst nach völliger Trocknung beginnt die Verlegung des Korkparketts.


Wir freuen uns über interessante Hinweise und Kommentare.

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Kommentare: 3
  • #1

    Helena Ferrer (Samstag, 04 Februar 2017 09:57)


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  • #2

    Lorenz (Sonntag, 14 Januar 2018 19:13)

    Mir ist nicht ganz klar - verzichtet man bei Klebekork einfach auf eine Trittschalldämmung?

  • #3

    BODEN STRUCK (Montag, 15 Januar 2018 21:00)

    Genau. Bei der Verlegung von Klebekork wird keine zusätzliche Dämmunterlage benötigt. Schall- und Wärmeisolierung werden bereits durch den Belag selbst hergestellt.